Der Klang entsteht durch das Schwingen einer Luftsäule in der Höhlung des Instruments. Die Tonhöhe wird durch die Länge dieser Säule bestimmt und kann z. B. durch das Öffnen und Zudecken der Grifflöcher beeinflusst werden. Manche Instrumente kann man auch „überblasen“ und auf diese Art den zweiten oder auch dritten Teilton bekommen, der eine Oktave, bzw. eine Duodezime über dem Grundton liegt. Dadurch wird der Tonumfang des Instruments und seine Benutzbarkeit wesentlich erstreckt.
Die schwingende Luftsäule kann auf verschiedene Art erzeugt werden. Bei den Flöten fängt eine Scharfe Kante des Instruments den Wind auf und lenkt ihn periodisch wieder ab; bei den Rohrblattinstrumenten wird die Luftsäule durch das Schwingen eines einfachen oder doppelten Rohrblatts unterbrochen und dadurch in periodische Stöße zerlegt. Bei den Blechblasinstrumenten sowie bei dem Zink, Serpent u. ä. erfüllen die Lippen des Spielers die Rolle des Tonerzeugers, indem sie eine Muskelfeder bilden, die den ausgeatmeteten Luftstrom regelmäßig unterbrechen.

Die Blockflöte ist heutzutage ein sehr beliebtes und verbreitetes Instrument. Sogar der Anfänger kann mit ihr gleich die ersten Töne erzeugen; deshalb wird sie oft als Schulinstrument benutzt, auf dem der Schüler die Grundlagen der Atemtechnik lernen soll, bevor er mit einem anderen, „schwierigeren“ Instrument beginnt.
Weniger bekannt ist die Tatsache, dass in der Zeit der Renaissance und des Barocks eine Unmenge von anspruchsvollen Kompositionen gerade für Blockflöte geschrieben wurde. Blockflöte wurde als Soloinstrument benutzt oder – vor allem in der Renaissance – haben mehrere Blockflöten von verschiedenen Typen als Konsort zusammen gespielt.
Durch die unterschiedliche Konstruktion von mittelalterlichen, Renaissance- und Barockblockflöten wird nicht nur der Tonumfang des Instruments und die Stimmung beeinflusst, sondern auch die Möglichkeit des Spielers mit der Dynamik und Tonfarbe zu arbeiten.
| Garklein | Diskant | Sopran |
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| Alt | Tenor | Bass |
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Barockblockflöten (Sopran, 2-teilig) Hersteller: Pavel Èíp und Söhne |
Renaissanceblockflöte (Alt, 2-teilig) Hersteller: Kobliczek |
Die Gämshörner funktionieren auf demselben Prinzip wie die Blockflöten. Sie werden von den Hörnern verschiedener Tierarten erzeugt und jedes Instrument ist in bestimmten Sinne ein Unikat.
Die Gämshörner zeichnen sich durch ein ungewöhnlich sanfte Klang aus, ihr Tonumfang ist jedoch verhältnismäßig gering, bis zu einer None (Gämshörner können nicht überblasen werden). Diese eigenschaften würden die Gämshörner für Consortspiel bestimmen, die andererseits jedoch durch das schwierige Zusammenstimmen von mehreren Instrumenten erschwert wird.
| Sopran | Alt | Tenor | Bass |
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Je einfacher die Konstruktion von Querflöten (Traversflöten) ist, desto schwieriger ist das Spielen. Der Spieler muss mit seinen Lippen den Atemstrom auf die Kante des Spiellochs richten, so dass er einen schönen Ton erzielt. Die heutigen Querflöten werden mit einer Mundstütze und einem System von Klappen ausgestattet, die das Spiel erleichtern, die jedoch auf den älteren Typen der Querflöten nicht zu sehen sind. Die Barockflöte war normalerweise dreiteilig, mit 6 Grifflöchern und einer Klappe ausgestattet. Die mittelalterlichen und Renaissancequerflöten bestanden nur aus einem Teil mit 6 Grifflöchern, ohne Klappen.
Die einfachste Konstruktion einer Flöte ist bei dem bulgarischen Kawal zu finden. Es handelt sich eigentlich um eine einfache Rohrkonstruktion mit Grifflöchern und der Spieler bläst in ein Ende der Rohr;dabei muß er den Luftstrom genau auf die Kante richten, damit er den dem Griff entsprechenden Ton bekommt.
Die Schalmeien als Doppelrohrblattinstrumenten stellen die Vorläufer der Oboe des englischen Horns und des Fagotts. Der Name wird vom griechischen Wort kalamos(Halm) abgeleitet. Das Instrument selbst stammt aus Arabien und es wurde nach Europa im XIII. Jh. gebracht. Im XV. Jh. wurden bereits verschiedene Größen von Schalmeien benutzt, vom Diskant bis zum Grandbass mit der Länge ca. 3 m. Die Schalmeien sind bis heute ein verbreitetes Instrument in der Volksmusik des Osten, des Balkans und des Mittelmeerraums.
Die charakteristische Klangfarbe und Stärke wird vor allem durch die konische Bohrung des Instruments bestimmt. Verschiedene Arten von Schalmeien unterscheiden sich durch die Position und Benutzung des Rohrblatts:
| Sopran | Diskant |
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Krummhorn ist ein Rohrblattinstrument mit einer Windkapsel und überwiegend zylindrischer Bohrung. Es unterscheidet sich von der Rauschpfeife und Kornamuse durch die Bohrung und durch die charakteristische Biegung des Korpus. Der Tonumfang überschreitet leicht die None, dank der Hilfsklappen. Dieses Instrument ist später aus der Aufführungspraxis ganz verschwunden; seine Tonfarbe wird demzufolge heute mit der Renaissancemusik verbunden.
| Sopran | Alt | Tenor |
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Die Sackpfeife wurde in Europa bereits in vorchristlicher Zeit als Musikinstrument der Hirten verbreitet. Sie besteht von mehreren Einfach- oder Doppelrohrblattpfeifen. Die Luft kommt zu den Pfeifen durch einen Ledersack, der entweder mit dem Mund geblasen oder mit einem Blasebalg versehen ist. Die meisten Sackpfeifenarten haben eine Spielpfeife und eine bis drei Bordunpfeifen, in der Quinte, bzw. Oktave gestimmt. Es gibt jedoch viele verschiedene Sackpfeifenarten, die sich durch die Zahl, Stimmung und Bohrung der Pfeifen, den Typ der Rohrblätter und die Art der Aufblasung des Sacks unterscheiden.
Die Schweineblase dient bei diesem Instrument als Luftbehälter — sie ermöglicht dem Spieler aufatmen ohne das Spielen zu unterbrechen. Dieselbe Idee finden wir auch bei der Sackpfeife, die den Platerspiel in der späteren Zeit ersetzt hat. Beim Platerspiel kann der Spieler jedoch leichter mit dem Luftdruck arbeiten, deswegen ist es leichter beim Spielen Pausen machen, ein erfahrener Spieler kann sogar im beschränkten Maße artikulieren.
Unser Exemplar des Platerspiels ist mit einer Bordunpfeife versehen, was für dieses Instrument nicht so typisch war. Die Aufzeichnungen der Platerspiele zeigen meistens nur eine Spielpfeife, oft wie beim Krummhorn gebogen.


Dieses Blasinstrument mit einfachem Rohrblatt ist ein Vorläufer der Klarinette. Das zum Mundstück des Instruments befestigte Rohrblatt wird mit der unteren Lippe des Spielers gedrückt und mit dem ausgeatmeten Luft ins Schwingen gesetzt. Auch dieses Instrument wurde in verschiedenen Größen hergestellt; es wird fast ausschließlich in der Barockmusik benutzt.
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